Jahreshauptversammlung 2019


Gut besucht war unsere Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 13. März im Gasthaus Fechter in Grub. Mit rund 330 Mitgliedern und den beiden jährlich stattfindenden Großveranstaltungen Zugleistungswettbewerb am Pfingstsonntag, dem Rosstag Ende August und zahlreichen kleineren Unternehmungen bewältigen wir ehrenamtlich ein großes Pensum.

Vorsitzender Willi Schedlbauer freute sich in seiner Begrüßung über den guten Besuch und dankte allen Aktiven, die mit ihrem Einsatz den Erfolg des Vereins erst möglich machen. Sein besonderer Dank ging an die Stadt Bad Kötzting, sowie an Kurdirektor Sepp Barth mit seinem Team für die gute Zusammenarbeit. In einer Gedenkminute erinnerte Schedlbauer an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder, Thomas Daiminger (Sattelbogen), Max Hausladen (Haus), Heinrich Kolbeck (Bad Kötzting), Reinhard Mühlbauer (Kaitersbach) Manfred Irrgang (Hiltersried), Erich Vogl (Windischbergerdorf), und Marcel Schmuderer (Hohenwarth).


Erstmals Überschuss beim Rosstag


Anschließend hielt Geschäftsführer Florian Schedlbauer Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2018 und lud zu den Terminen im laufenden Jahr ein. Schatzmeisterin Karin Dobler gab den Kassenbericht ab, der aufzeigte, dass solide gewirtschaftet wurde. Erstmals konnte im vergangenen Jahr beim Rosstag ein Überschuss erwirtschaftet werden, was Willi Schedlbauer mitunter auf den großen Besucherandrang aufgrund des Besuchs des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder zurückführte.

Der stellvertretende Bürgermeister Franz Gregori dankte in seinem Grußwort für den vielseitigen ehrenamtlichen Einsatz und die Liebe zum Pferd. Hubert Berger, Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Niederbayern-Oberpfalz, rief die Pferdebesitzer dazu auf, künftig noch mehr Augenmerk auf den Tierschutz zu legen, vor allem in der Öffentlichkeit. Tierschützer und die es meinen zu sein, suchen ständig nach Angriffspunkten, Verbote durchzusetzen. Es stehe auch das Kutsche fahren immer wieder im Fokus, so Berger. Er appellierte weiterhin an die Züchter, ihre Stuten bedecken zu lassen, da der Bedarf an Pferden derzeit nicht gedeckt werden könne.


Charly Geiger informierte


Karl-Heinz (Charly) Geiger, Pferdezuchtberater bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und Bundestrainer Fahren informierte in seinem Fachvortrag über Neuerungen in der Pferdezucht. Auch er betonte, dass der Markt derzeit zu wenig hergebe, was auch der sinkenden Zahl an Zuchtstuten zuzuschreiben sei. Vor allem dreijährige, bereits ausgebildete Pferde seien gesucht. Immer mehr komme auch die Bewertung der Zuchttiere nach der sogenannten linearen Beschreibung, die Beurteilung verschiedener Merkmale zulässt und nicht nur nach Noten einstuft. Als erfreulich sah Geiger es an, dass das Süddeutsche Kaltblut die Rasse mit der höchsten Eigenleistungsprüfungsquote in Deutschland ist.

Geiger stellte außerdem die neuen Elitehengste, sowie sportlich erfolgreiche Pferde vor und informierte darüber, dass die bisherige Zuchtleiterin beim Landesverband, Cornelia Back, nun die Stelle von Dr. Eberhard Senckenberg als Gestütsleiterin im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger angetreten hat.


"Stern vom Oberland" aus der Zucht genommen


Außerdem werden Fohlen seit diesem Jahr nur mehr gechipt, der Schenkelbrand sei aus Tierschutzgründen nicht mehr erlaubt. Auch die Herausnahme des begehrten Hengstes „Stern vom Oberland“ aus der Zucht kam zur Sprache. Bei einer Stichprobenuntersuchung wurde deutlich, dass die angegebene Abstammung der Hengstmutter zweifelhaft sei, so der Zuchtberater. Zur Klärung würden nun weitere Untersuchungen gemacht. Sollte sich die unbestimmte Abstammung bestätigen, würden auch die Nachkommen nur einen grünen und keinen roten Equidenpass mehr bekommen, was sie dann auch nicht mehr zur Zucht berechtigen würde.


Gerhard Aschenbrenner geehrt


Anschließend ehrte der Verein Gerhard Aschenbrenner aus Arrach für seine züchterische Leistung. Mit seiner Stute „Selina“ konnte er im vergangenen Jahr den Gesamtsieg bei der Verbandsstutenschau in Bad Kötzting für sich verbuchen. Außerdem rief der Vorsitzende zu Mithilfe bei Arbeitseinsätzen auf, da der bewährte Helferstamm immer kleiner werde und die Großveranstaltungen so kaum mehr zu stemmen seien.