Jahreshauptversammlung 2018


Bei der Jahreshauptversammlung unserer Vereinigung am Mittwoch, den 21. Februar im Gasthaus Fechter in Grub war der abgetrennte Saal voll bis auf den letzten Platz. Das zeigte einmal mehr, wie beliebt und aktiv unser Verein in der Pfingstrittstadt ist. Mit rund 340 Mitgliedern und den beiden jährlich stattfindenden Großveranstaltungen Zugleistungswettbewerb am Pfingstsonntag, dem Rosstag Ende August und zahlreichen kleineren Unternehmungen bewältigen wir ehrenamtlich ein großes Pensum.

Vorsitzender Willi Schedlbauer freute sich in seiner Begrüßung über den guten Besuch und dankte allen Aktiven, die mit ihrem Einsatz den Erfolg des Vereins erst möglich machen. Sein besonderer Dank ging an die Stadt Bad Kötzting, die vor allem bei den Großveranstaltungen immer Hilfe durch den Bauhof zur Verfügung stellt, sowie Kurdirektor Sepp Barth mit seinem Team des Kur- und Gästeservice für die gute Zusammenarbeit. In einer Gedenkminute erinnerte Schedlbauer an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder, Karl Amberger (Bad Kötzting), Alois Robl (Traidersdorf), Klaus Falter (Arnbruck), Albert Fechter (Grub) und Rudolf Wachtveitl (Hainsacker).

Pferde züchten macht wieder Spaß


Anschließend hielt Geschäftsführer Florian Schedlbauer Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2017 und lud zu den Terminen im laufenden Jahr ein. Für die verhinderte Schatzmeisterin Karin Dobler, gab Willi Schedlbauer den Kassenbericht ab. Dieser zeigte auf, dass ausgeglichen gewirtschaftet werden konnte und die Vereinigung sogar ein kleines Plus in diesem Jahr verbuchen konnte.
Bürgermeister Markus Hofmann dankte in seinem Grußwort für den vielseitigen ehrenamtlichen Einsatz und lobte die kurzen Wege von Rathaus zu Verein und die daraus resultierende gute Zusammenarbeit.
Hubert Berger, Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Niederbayern-Oberpfalz betonte, dass er sich jedes Mal freue, nach Kötzting zu kommen. Er lobte die äußerst erfolgreiche Arbeit der Züchter im vergangenen Jahr. „Pferde züchten macht wieder Spaß“, resümierte der Fachmann. So dürfen heuer bei der Jahreshauptversammlung des Regionalverbandes allein Auszeichnungen für zehn gekörte Hengste im Zuchtgebiet zu vergeben werden. Ein gekörter Hengst, eine Leistungsprüfungssiegerin, oder der Erhalt einer Staatsprämienanwartschaft sei für einen Züchter wie die Teilnahme bei Olympia, so Berger.
Ausserdem informierte Berger darüber, dass bei der diesjährigen Verbandsstutenschau in Bad Kötzting auch die Haflinger vorgestellt werden und nicht mehr wie bisher in Aufroth.

Neuwahlen


Im Anschluss wurden nach der Entlastung der Vorstandschaft Neuwahlen abgewickelt, bei der die alte Vorstandschaft komplett wiedergewählt wurde. Als 1. Vorsitzender wurde Willi Schedlbauer ebenso im Amt bestätigt, wie Hans Laumer aus Altrandsberg und Fritz Bummer aus Reitenstein als 2. Vorsitzende. Die Kassengeschäfte der Vereinigung führt weiterhin Karin Dobler aus Reitenstein, ihr Mann Helmut Dobler wurde als stellvertretender Geschäftsführer im Amt bestätigt und steht somit Geschäftsführer Florian Schedlbauer unterstützend zur Seite. Dem Vereinsausschuss gehören Hans Hofmann, Stefan Schedlbauer und Siegfried Neumaier an. Kassenprüfer bleiben weiterhin Otto Mühlbauer und Andrea Schillitz.



Unsere alte und neue Vorstandschaft mit Bürgermeister Markus Hofmann (links)
und Hubert Berger (rechts)


Anschließend ehrte der Verein Mitglieder für ihren herausragenden Erfolg mit ihren Pferden im vergangenen Jahr. Gerhard Aschenbrenner aus Arrach stellte mit seiner Stute „Selina“ die Leistungsprüfungssiegerin im Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. Zusätzlich errang sie eine Woche später die begehrte Staatsprämienanwartschaft bei der Landesschau in München-Riem. Ausgezeichnet wurde auch Manfred Klement für seinen Deckhengst „Rudi“, der bei der Hengstleistungsprüfung im vergangenen Herbst als Sieger hervorging. Willi Schedlbauer dankte ihm außerdem für die Abhaltung von Fahrkursen, die ansonsten der Verein organisieren müsse.

    

Für besondere züchterische Leistung wurden Gerhard Aschenbrenner (links) und Manfred Klement ausgezeichnet.

Karl-Heinz (Charly) Geiger, Pferdezuchtberater bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und Bundestrainer Fahren informierte in seinem Fachvortrag über Fortschritte in der Pferdezucht. Er berichtete von einem weiteren Mitgliederrückgang im Bayerischen Zuchtverband, mit Ausnahme des Süddeutschen Kaltbluts, deren Mitgliederzahlen wieder leicht ansteigen. Auch die Stutenbestände gehen hier wieder nach oben. Einmal mehr appellierte er an die Züchter, mit ihren Stuten die Eigenleistungsprüfung zu absolvieren. Außerdem wies er darauf hin, -sollte aufgrund von Krankheit ein Hengst nicht zur Leistungsprüfung antreten können- dass unbedingt ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss, sonst werde der Hengst im kommenden Jahr für die Zucht gesperrt. Geiger stellte auch die neuen Elitehengste vor und gab einen Überblick über die sportlichen Erfolge bei den Haflingern und Edelbluthaflingern. So konnte Hengst „Nakuri“ bei den Ponyweltmeisterschaften gegen starke Konkurrenz im vergangenen Jahr den Sieg einheimsen. Er wies auch auf den „Tag der offenen Tür“ der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub bei Poing hin, die heuer ihr 100jähriges Bestehen feiert. Abschließend informierte er die Züchter, dass die Servicehefte für Mitglieder künftig nicht mehr zugeschickt werden, sondern angefordert werden müssen. Alternativ können Pferdehalter ihre Tiere auch über die Seite der Bayerischen Pferdezüchter (http://www.bayerns-pferde.de/service/formulare-a-z) oder die HIT-Datenbank (HIT-Datenbank) im Internet zu Veranstaltungen melden.

Keine Haflingerklasse mehr bei Zugleistung


Zum Abschluss informierte der Vorsitzende Willi Schedlbauer darüber, dass es künftig beim Zugleistungswettbewerb an Pfingsten keine eigene Haflingerklasse mehr geben wird. Sie können aber in der neuen „Leichten Klasse bis 650kg“ starten. Für den Rosstag konnte der Verein den designierten Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als Schirmherrn gewinnen. Neben einer Kundgebung wird er auch am Festzug teilnehmen.



Markus Söder ist Schirmherr beim diesjährigen
Rosstag im August.


Da heuer in Furth im Wald ein großes Fahrturnier stattfindet, fällt es in diesem Jahr in Bad Kötzting aus. Bei einigen Anwesenden kochte die Stimmung etwas hoch, als die Sprache auf das Freilaufen der Pferde bei der Stutbucheintragung kam. So fanden es viele ungerecht, dass im vergangenen Jahr nur bei der Eintragung in Zachenberg die Stuten freilaufen durften. Hubert Berger wies ausdrücklich darauf hin, dass der Freilauf ein „Kann“ für die Züchter ist, dieser aber von der Prüfungskommission nicht gewertet wird.