Zugleistung 2011
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Eine rundherum gelungene Veranstaltung hatte die Kaltblut- und Haflingerzüchtervereinigung Bayerischer Wald bei Ihrem Zugleistungswettbewerb auf der Amberger- Insel in Bad Kötzting. Geschäftsführer Hans Hofmann zeigte sich abschließend mit dem Ablauf sehr zufrieden. Nachdem es in der Nacht heftig geregnet hatte, war der Boden am Morgen des Pfingstsonntages ziemlich durchnässt, was den Schlitten in der Klasse Haflinger sehr leichtgängig machte. Bereits in dieser Klasse fanden harte Kämpfe um den Titel statt. Als Sieger sowohl im Einzelkampf als auch im Doppelgespann ging Christian Pfeffer aus Ottenzell mit seinen Pferden hervor und konnte so seinen Titel aus den Vorjahren verteidigen.

Im Laufe der leichten Kaltblutklasse trocknete der Boden wieder gut ab, so dass der Veranstalter die Zuladung auf dem Zugschlitten dementsprechend anpassen musste. Für die Kaltblutklassen waren auch in diesem Jahr Teilnehmer aus Oberbayern, Baden- Württemberg und den neuen Bundesländern angereist, um sich mit ihren Tieren zu beweisen. Die Zugleistung in Bad Kötzting gilt bei Pferdefreunden als die Königsklasse bei Veranstaltungen dieser Art. Untrainierte Pferde scheitern meist schon an der 30- Sekunden- Regelung. Dabei muss im ersten Durchgang innerhalb von 30 Sekunden die Zehn- Meter- Linie überfahren werden, ansonsten scheidet das Gespann aus. Neu war heuer die Begrenzung der Zeit zum Anspannen. Nach Überschreiten der Zehn- Meter- Linie hat der Fuhrmann zwei Minuten Zeit sein Gespann an den Schlitten zu bringen, ansonsten scheidet er aus.

Die Veranstaltung war wie immer ein Besuchermagnet. Unter den Zuschauern befanden sich auch die beiden Vorsitzenden des Pferdezuchtverbandes Niederbayern/ Oberpfalz Hubert Berger und Jakob Hackl, sowie der zweite Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Franken Günther Fendl. Zur Freude der Zuschauer zeigten die Fuhrleute die verschiedene „Antriebstechniken“, um ihren Tieren die gewünschte Leistung abzuverlangen. Da bei dem Wettbewerb das Pferd weder mit einer Peitsche angetrieben, noch während des Zuges berührt werden darf, verlegen sich manche auf Schreien bis hin zur Heiserkeit, oder auf wildes Gestikulieren mit den Armen, um die gewünschten 40 Meter in der vorgeschriebenen Zeit von zwei Minuten zu durchfahren. Meist zeichnete sich jedoch ab, dass eher die ruhigen Fuhrleute, deren Pferde auch ruhig und langsam ins Geschirr gingen, Erfolg zu verzeichnen hatten.

In der leichten Kaltblutklasse konnte sich heuer Walter Weismann aus Breitenbrunn mit seinem Hengst „Fritz“ durchsetzen. Entgegen seiner letztjährigen Ankündigung künftig nur mehr „Schauziehen“ zu machen, nahm Thomas Müller aus Alfdorf in diesem Jahr wieder erfolgreich teil und hatte in der mittelschweren und der schweren Kaltblutklasse, mit seinen Pferden „Robby“ und „Bubi“ die Nase vorn.

Die staatliche Spielbank Bad Kötzting war erneut Hauptsponsor bei der Veranstaltung. Direktor Klaus Schleicher nahm mit Unterstützung des Pfingstbrautpaares, sowie dem Vorsitzenden Willi Schedlbauer die Siegerehrungen vor, während Hans Hofmann in bewährter Manier durchs Programm führte. Schirmherr und Bürgermeister Wolfgang Ludwig bedankte sich in seinem Grußwort bei den Kötztinger Rosserern, die sowohl mit der Ausrichtung dieser Großveranstaltung, als auch mit dem Roßtag im August eine große Bereicherung für die Stadt seien.
Mit knapp 70 gemeldeten Pferden und insgesamt 22 Doppelgespannen hatten die Veranstalter ein großes Pensum zu bewältigen. Bis zum Abend verfolgten die Zuschauer gespannt die Entscheidung in der Königsklasse, den Doppelzug der Kaltblüter. Trotz harter Kämpfe konnte Thomas Müller aus Alfdorf mit seinem Spitzengespann „Robby“ und „Tiger“ nicht geschlagen werden. (Text und Fotos: I. Dachs)
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