Hindernisfahrturnier 2017

Nachdem die Wiedereinführung des Fahrturniers im vergangenen Jahr gut angenommen worden war, veranstalteten wir am Sonntag, 8. Oktober erneut diesen Wettbewerb für Ein-, Zwei- und Vierspänner auf dem Vorführplatz bei der Reithalle Kollmaier in der Unteren Au. Hans Hofmann führte als Ansager in bewährter Manier durch die Veranstaltung.



Teilnehmen durfte am Sonntag jeder Fuhrmann mit Pferden aller Rassen. Gefahren wurde mit zweiachsigen Kutschen in Brustblatt- oder Kummetanspannung. Für Ein- und Zweispänner war jeweils ein Beifahrer Pflicht. Angesichts der schlechten Wetterprognose für Sonntag hatten einige Teilnehmer ihre Meldung zurückgezogen. So starteten im Einspänner 19 und im Zweispänner 13 Gespanne. Im Vierspänner war nur das Gespann von Jaqueline Seidl geblieben, das am Schluss außer Konkurrenz den Parcours bewältigte.

Verantwortlich für den Bau des Parcours zeichnete sich Fritz Bummer. Speziell für noch unerfahrene Fuhrleute hatte er eine weitläufige Hindernisbahn, mit wenigen engen Wendungen gewählt. Um sie zu bewältigen, galt es, mit Pferd und Kutsche in zweieinhalb Minuten die vorgegebene Strecke abzufahren. Dabei mussten immer wieder Hindernisse in Form von Pylonen mit gelben Bällen auf der Spitze passiert werden. Fielen die Bälle beim Berühren der Pylonen zu Boden, wurde es als Fehler gerechnet, ebenso wie das Überschreiten der vorgegebenen Zeit. Ausschlaggebend für die Hindernisbreite war die Spurbreite der Wagen, zu der im ersten Durchgang 30 Zentimeter, im Stechen 25 Zentimeter zugegeben wurden. Ein Helferteam sorgte dafür, dass stets die richtige Hindernisbreite eingestellt wurde und die Auswertung schnell von statten ging.


Trotz des Regens der vergangenen Tage blieb der Platz befahrbar und so konnten im Einspänner acht Gespanne gegeneinander antreten. Alexander Pongratz aus Furth im Wald konnte sich mit seinen Warmblütern „Landbaron“ und „Landini“ die ersten beiden Plätze sichern. Er verwies somit Miriam Satzinger aus Deining mit ihrem Kaltblutwallach „Grando“ auf den dritten Platz. Parcoursbauer Fritz Bummer und Geschäftsführer Florian Schedlbauer nahmen jeweils die Siegerehrung vor.


Auch die Teilnehmer im Zweispänner zeigten hervorragende Leistungen, wobei acht von ihnen wiederum das Stechen erreichen konnten. Maximilian Pfeffer aus Zachenberg siegte mit seinen beiden Schwarzwälder Fuchshengsten, gefolgt von Lothar Rauscher aus Grub mit seinen Schwarzwäldern und Jaqueline Seidl aus Unterzettling mit ihren Norikerstuten.
Trotz der geringeren Teilnehmerzahl erlebten die Zuschauer spannende Wettkämpfe, bei denen es vor allem in den Stechen zur Sache ging. Viele setzten hier auf Geschwindigkeit, wobei die Beifahrer manchmal schon zu tun hatten, den Wagen in der Spur zu halten. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen und so blieb die Veranstaltung zwar wolkenverhangen, aber regenfrei. Einmal mehr zeigte sich die gute Eignung des Vorführplatzes, da das Geläuf, ungeachtet der vielen Gespanne immer noch gut befahrbar blieb.